Info

Los geht’s mit dem Sammeln am 22.10.2011 um 16 Uhr beim Museumsquartier, etwa eine halbe Stunde später wird startet der SlutWalk. Danach wird die Route Mariahilferstraße – Neubaugasse – Neustiftgasse – Kaisergasse – Westbahnhof abgegangen.

Ab 19 Uhr Party in der Marea Alta (www.facebook.com/mareaaltawien)!

Was ist ein SlutWalk ?

Der Begriff Slutwalk (dt. Schlampenmarsch) benennt Demonstrationen, bei denen Frauen, Männer und Transgender auf die Straße gehen und fordern, sich selbstbestimmt kleiden zu dürfen, ohne im Falle von sexualisierter Gewalt eine Schuldzuweisung zu erfahren.

Die Proteste wenden sich gegen die Perspektive der Täter-Opfer-Umkehr in Vergewaltigungsmythen, derzufolge den Opfern sexueller Gewalt aufgrund der Art ihrer Kleidung eine Mitverantwortung an Übergriffen gegeben wird. Im weiteren Sinne treten SlutWalks für die Unantastbarkeit der sexuellen Integrität des Menschen und den gegenseitigen Respekt vor der persönlichen Entscheidung für oder gegen erotische Annäherungen ein.

Seinen Ursprung hat der SlutWalk im kanadischen Toronto, wo er am 3. April 2011 zum ersten Mal stattfand. Anlass war die Bemerkung eines kanadischen Polizeibeamten, der Frauen empfahl, sich „nicht wie Schlampen anzuziehen, um nicht zum Opfer“ von sexueller Gewalt zu werden. (Wikipedia)

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What is a SlutWalk ?

Slutwalk movements began on April 3, 2011, in Toronto, Canada, and became a movement of rallies across the world. Participants protest against explaining or excusing rape by referring to any aspect of a woman’s appearance. The rallies began when Constable Michael Sanguinetti, a Toronto Police officer, suggested that to remain safe, “women should avoid dressing like sluts.” The protest takes the form of a march, mainly by young women, where some dress in ordinary clothing and others dress provocatively, like “sluts.”

On January 24, 2011 Constable Michael Sanguinetti spoke on crime prevention at a York University safety forum. He said: “Women should avoid dressing like sluts in order not to be victimized.” SlutWalk co-founders Sonya Barnett and Heather Jarvis decided to use the word slut in their response. They observe that historically, “slut” has had negative connotations, and that their goal is to redeem the term. They write that women “are tired of being oppressed by slut-shaming; of being judged by our sexuality and feeling unsafe as a result.” They continue: “Being in charge of our sexual lives should not mean that we are opening ourselves to an expectation of violence, regardless if we participate in sex for pleasure or work.” (wikipedia)

 

9 responses to “Info”

  1. Andrea Drechsler says :

    Super, weiter so.

  2. Josef says :

    Ich bin ganz dafür, dass sich Schlampen selbstbestimmt kleiden dürfen, ohne im Falle von sexualisierter Gewalt eine Schuldzuweisung zu erfahren. Ich verstehe aber diese eigenartige Opfermentalität nicht. Ein Täter, der auf Grund aufreizender Kleidung sexuelle Gewalt anwendet fragt vorher nicht, ob er sich nähern darf. Wie sich jemand anzieht hat einfach eine Wirkung auf andere Menschen. Wenn eine Schlampe einmal Opfer von Gewalt wurde, ist es allerdings zu spät.

    • Rob says :

      Denken Sie noch einen Schritt weiter!
      Schuldzuweisung ist sicherlich das letzte was eine genötigte Frau im Falle des Falles braucht. Sie haben auch recht, dass Kleidung eine Wirkung ausübt. Die Chance mit großen Goldketten um den Hals überfallen zu werden ist halt nun auch mal größer als ohne diese. Andereseits wäre die berühmte “Burka” in logischer Folge die kleidungstechische Konsequenz wenn der weibliche Teil unserer Gesellschaft diese Tatsache akzeptieren würde, bzw. müsste. Deswegen verstehe ich sehr gut warum es diesen SlutWalt gibt!

      • SlutWalkVienna says :

        Nochmals: Sexualisierte Gewalt halt nichts mit der Kleidung des Opfers zu tun – ob freizügig oder hochgeschlossen. Sexualisierte Gewalt ist eine Gewalttat und Machtdemonstration! Keine Frau* hat das “verdient”, niemand hat ein “Recht” darauf!

  3. Georg says :

    Tut mir leid aber ich kann dafür absolut kein Verständins aufbringen. Denkt ihr überhaupt nach bevor ihr diese Aktion initiert? Könnt ihr mir bitte erklären warum sich Frauen so anziehen? Ich kann es euch sagen, natürlich um aufmerksamkeit von Männern zu bekommen, um angeglotzt zu werden. Um auf zu fallen und um zu gefallen.

    Und dann wundert ihr euch wenn die Sache zu weit geht und etwas passiert?

    Tut mir leid aber das halte ich schon für Frotzelung.

    Wenn der Grund warum sich Frauen so anziehen ein anderer wäre, dann wäre der Protest absolut legitim. Aber ihr wisst so gut wie jeder andere dass 90% der Frauen die sich wie “Schlampen” anziehen das desshalb machen, weil sie aufsehen erregen wollen und nicht wiel sie sich in der Kleidung so unheimlich wohl fühlen oder sonst etwas.

  4. Sina Muscarina says :

    Lieber Josef,
    Ich verstehe nicht was du genau meinst mit Opfermentalität? Es ist eben ein Mythos dass jemand ein Täter wird aufgrund aufreizender Kleidung. Das stimmt eben nicht und wird auch in soziologischen Studien widerlegt. Der Mythos dass aufreizende Kleidung eben Gewalt herbeizieht, ist eben patriarchal und dient dazu , Sexualität von Frauen zu unterdrücken, beziehungsweise Männer die Täter sind, als Opfer der bösen sexy angezogenen Kleidung darzustellen. Und – wenn einer sich nicht beherrschen kann, weil sich wer sexy anzieht, dann hat er im freien Sozialverkehr nichts verloren, denke ich mal. Ich als Frau hüpfe ja auch nicht jeden an der im Hugo Boss anzug daherkommt, nur weil mich das anturnt :-). Versuche es mal so zu sehen.. :-), darum ging es nämlich grossteils.

  5. SlutWalkVienna says :

    Patriarchiale Weltbilder wie deine existieren nur, weil du sonst komplett impotent wärst 🙂

  6. Name says :

    Tolle Aktion, ich muss ehrlich sagen, ich hab vorher nicht wirklich über das Thema nachgedacht, da ich eher eine Jeans-und-T-Shirt -Frau bin. Aber ihr habt völlig recht, in einer zivilisierten Gesellschaft sollte man echt so rumrennen können müssen wie man will ohne blöd angegangen zu werden …

    Und lieber Georg, es ist ein Unterschied, ob man Aufmerksamkeit bekommt oder sich unsicher fühlt, weil man nen kurzen Rock anhat =S. Und ja, wenn deine 90% der Schlampenfrauen Aufmerksamkeit bekommen, fühlt sich das wahrscheinlich für sie gut an – sie fühlen sie sich in der Kleidung wohl. Dass man dann sagt, dass unangenehme Situationen einfach das “Risiko” dabei seien, ist aber nicht in Ordnung

  7. SlutWalkVienna says :

    Liebe “Name”,

    danke für die Unterstützung! Wobei es eine der Botschaften des SlutWalks ist, klar zu machen, dass Frauen* unabhängig von ihrer Kleidung von sexualisierter Gewalt betroffen sind – ob in Jeans und T-Shirt oder kurzem Rock. Und dass weder Schuldzuweisungen aufgrund von “sexy Kleidung” oder dem Opfer nicht zu glauben, weil sie “doch eh so hochgeschlossene Kleidung anhatte”, nicht zu akzeptieren sind.

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